Depression Jugendliche

Depression bei Jugendlichen

Depressive Symptome sind bei Kindern und Jugendlichen nicht seltener zu finden als bei Erwachsenen. 2 – 4 % aller 7 – 12-jährigen und 2 – 8 % aller Jugendlichen leiden unter Depressionen. Mit zunehmendem Alter erhöht sich also die Wahrscheinlichkeit an einer Depression zu erkranken und steigt mit Beginn der Pubertät stark an. Kinder und Jugendliche mit Depressionen werden von Eltern oder anderen Bezugspersonen oft leicht übersehen, da sie meist sozial unauffällig, still und brav sind und niemanden stören.

Je jünger die betroffenen Kinder sind, desto mehr können sich die Symptome von denen bei Erwachsenen unterscheiden. Bei Kindern stehen häufig körperliche Symptome wie psychosomatische Beschwerden, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen im Vordergrund.

Folgende Symptome sind häufig bei Kindern/Jugendlichen mit Depressionen zu finden:

  • bedrückte Stimmung und Freudlosigkeit des Kindes/Jugendlichen
  • wenig Selbstvertrauen, Schuldgefühle, Gefühl „wertlos“ zu sein, nicht geliebt zu werden
  • Konzentrationsprobleme, Probleme beim Nachdenken, Schulprobleme
  • Schlafstörungen (zu wenig schlafen oder immer müde sein/zu viel schlafen)
  • Energielosigkeit; keine Lust, irgendetwas anzufangen
  • Sozialer Rückzug, keine Lust Freunden zu treffen
  • Sich oft ohne konkreten Anlass traurig fühlen
  • schnell weinen oder wütend werden
  • kein richtiger Appetit
  • häufige körperliche /psychosomatische Beschwerden
  • Selbstverletzungen
  • Suizidgedanken
  • Ängste und erhöhte Reizbarkeit

Die Depression unterscheidet sich von der normalen Trauer dadurch, dass sie oft grundlos, unverhältnismäßig stark und lange vorhanden ist. Sollten mehrere der oben angeführten Symptome bei Ihrem Kind schon seit längerer Zeit bestehen, dann wenden Sie sich an ExpertInnen, denn Depressionen sind gut behandelbar! Der Behandlungsplan wird dabei immer an die individuelle Lebens- und Entwicklungssituation des Kindes angepasst, d.h. Alter, schulisches und familiäres Umfeld werden berücksichtigt und die Eltern miteinbezogen.

Bei der Behandlung von Depressionen wird vom Magistrat/Bezirkshauptmannschaft ein Zuschuss gewährt.