AD(H)S- Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom
Was kann man gegen AD(H)S tun?
Das Ziel einer AD(H)S-Therapie ist es, die Symptome wie Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität in den Griff zu bekommen. Eine Behandlung soll dem Betroffen ermöglichen, sozial integriert zu sein, seiner Begabung entsprechend eine Ausbildung zu beenden und ein genügend stabiles Selbstwertgefühl aufzubauen.
Die Behandlung von ADHS ist so individuell wie das Krankheitsbild an sich. Die derzeit beste Therapie bei ADHS ist die multimodale Therapie. Darunter versteht man eine individuell ausgewogene Kombination aus verschiedenen Therapiebausteinen bei der sowohl das Kind selbst sowie seine Familie und bestenfalls auch die Schule miteinbezogen werden.
Die Therapie findet mindestens einmal in der Woche statt, wobei die Familie regelmäßig einbezogen wird.
Der Erfolg funktioniert nur durch gute Zusammenarbeit mit dem Kind selbst, den Eltern und den LehrerInnen.
- Aufklärung über ADHS und Beratung des Betroffenen, seiner Familie und der LehrerIn
- Elterntraining zur Verbesserung der familiären Probleme
- Verhaltenstherapie, bei der das Kind neue Verhaltensweisen erlernt
- Behandlung von begleitenden Symptomen wie Schulproblemen, Wahrnehmungsdefiziten, Angststörung etc.
- in manchen Fällen medikamentöse Therapie
- eventuell ist das Einbeziehen von Ergo- oder MototherapeutInnen angebracht
Klinisch-psychologische Behandlung von AD(H)S wird zum Großteil vom Magistrat/Bezirkshauptmannschaft bezahlt. Für die Eltern fällt nur ein geringer Selbstbehalt pro Stunde an.